
Über uns
Über uns
Unser motiviertes Pfarr- und Diakonieteam wirkt in enger Zusammenarbeit mit der Kirchenvorsteherschaft und weiteren Personen für unsere Kirchgemeinde. Die Crew wird unterstützt durch das Sekretariat und das Mesmerteam. Die Fachlehrpersonen Religion sind ökumenisch organisiert. Zwei Organisten sorgen für musikalische Begleitung und Vertiefung unserer Feiern und Veranstaltungen.
Religion
Kirchenvorsteherschaft
Synodale
Geschäftsprüfungskommission
Selbstverständnis
Wir sind eine Kirche, die das Evangelium lebt. Gemeinsam feiern wir das Leben und unterstützen uns in schwierigen Zeiten. Wir denken nach über die grossen Lebenszusammenhänge und über Alltägliches. Wir begehen gemeinsam freudige Anlässe wie Hochzeiten, Taufen oder Gottesdienste. Und wir sind in den Zeiten von Krisen und Abschied füreinander da. Unsere Kirche lebt ökumenische Gemeinschaft und ist so vielfältig wie ihre Mitglieder. Möchten Sie sich einbringen? Wir sind gespannt auf Ihre Ideen und sind offen für Neues.
Zusammenarbeit
Landeskirche
Leitbild der Evangelischen Kirchgemeinde Heiden
Glaube verbindet: Himmel – Erde – Kirchgemeinden
Als Evangelische Kirchgemeinde in Heiden sind wir eine Gemeinschaft von Christen. Unser Glaube an Gott und unser Handeln in der Welt gründen auf der Botschaft der Bibel und orientieren sich an Jesus Christus. Wir verpflichten uns den Grundlagen der Evangelisch-Reformierten Landeskirche beider Appenzell und verstehen uns als Teil der weltweiten christlichen Kirche. Unser Angebot richtet sich an alle, die an unserem Kirchgemeindeleben teilhaben möchten. Darüber hinaus suchen wir das Gespräch mit denen, die an Glaubens- und Lebensfragen interessiert sind.
Wege zum Glauben
Wir laden ein, mit Gott zu leben und ihm zu vertrauen. Wir öffnen Menschen das Evangelium und fordern heraus, den persönlichen Glauben zu entdecken.
Wir wünschen, dass Menschen gemeinsam unterwegs sind und Gottes Segen erfahren. Wir wollen die Botschaft der Bibel teilen und zur Ehre Gottes leben.
Vertrauen, Liebe und Kreativität prägen unseren Glauben. Wir leben im Vertrauen auf Gott. Wir lassen uns von seiner Liebe leiten. Wir setzen unseren Glauben lebendig um.
Orte der Begegnung
Wir begegnen einander und bilden eine Gemeinschaft. Sie ist der Raum, in dem wir Halt, Mut und Zuversicht finden und weiterschenken.
Wir wünschen, dass Menschen jeden Alters und in verschiedenen Lebenslagen aufeinander zugehen. Wir wollen voneinander lernen, einander respektieren und anerkennen.
Gastfreundschaft, Teamarbeit und Offenheit zeichnen unser Zusammenleben aus. Wir laden in unsere Mitte ein. Wir ergänzen uns durch vielfältige Gaben und Fähigkeiten. Wir begegnen einander vorurteilsfrei.
Begleitung im Leben
Wir geben Orientierung im Leben und übernehmen Verantwortung für unsere Welt. Wir begleiten Menschen und unterstützen sie, wo immer es geht, mit Wort und Tat.
Wir wünschen, dass Menschen ihr Leben als sinnvoll erfahren. Wir wollen eine Gemeinschaft sein, die beständig ihre Lebenswelt mitgestaltet.
Wertschätzung, Lebensnähe und Zuversicht sind uns wichtig. Wir gehen sorgsam miteinander um. Wir achten auf die Bedürfnisse der Menschen. Wir sehen hoffnungsvoll in die Zukunft.
«Hafen Sein» so lautet seit 2019 unser Leitwort, mit dem wir als Evangelische Kirche Heiden in die Zukunft segeln. Unsere Kirche soll ein Hafen sein für Männer, Frauen und Kinder. Ein Ort, wo man gerne Halt macht und von wo man mit frischem Wind im Rücken ins weite Meer des Lebens hinausfährt. Feste feiern, Stürme bestehen, verweilen, Kraft schöpfen. Unsere Kirche – ein Ort, so vielfältig wie die Menschen, die hier einlaufen und anlegen. Beleben Sie unseren Hafen mit Ihrem Besuch. Und wenn Sie Ihre Ideen für unsere Kirche mit uns teilen wollen – das wäre schön.
Der christliche Glaube geht über alle Konfessionsgrenzen hinweg. Die katholische und evangelische Kirche in Heiden arbeiten eng zusammen. Was wir gemeinsam tun können, machen wir gemeinsam. Das gilt insbesondere für den Unterricht, für die Jugend- und die Seniorenarbeit, aber auch für die Erwachsenenbildung. Die beiden Kirchen haben 2010 in einem Grundsatzpapier, der DIE CHARTA OECUMENICA FÜR HEIDEN festgehalten, was sie unter ökumenischer Zusammenarbeit verstehen. Wir freuen uns über eine ausgesprochen gute Beziehung zur katholischen Pfarrei. Wir feiern ökumenische Familiengottesdienste, die «Chinderfiir» wird ökumenisch gestaltet, der kirchliche Unterricht wird ökumenisch erteilt, und sämtliche Seniorenanlässe finden in ökumenischer Gemeinschaft statt. Zweimal jährlich laden wir ein zum Gottesdienst in ökumenischer Gastfreundschaft.
> kath. Pfarrei Heiden
> Seelsorgeeinheit über dem Bodensee
Die kirchliche Region Vorderland umfasst die Kirchgemeinden Walzenhausen, Wolfhalden, Reute-Oberegg, Rehetobel, Grub-Eggersriet und Heiden. Auf verschiedenen Arbeitsfeldern arbeiten wir zusammen. So feiern wir regelmässig gemeinsam Gottesdienst, bieten gemeinsam Erwachsenenbildungsanlässe an und erteilen den Konfirmandenunterricht gemeinsam. Das kirchliche Leben wird reicher, wenn wir uns gegenseitig unterstützen. Im Bereich Gottesdienste und Amtswochen gibt es eine besonders nahe Zusammenarbeit der Kirchgemeinden Heiden und Wolfhalden: Jeden Monat findet ein «Unterwegs-Gottesdienst» statt, der nacheinander in Heiden und Wolfhalden gefeiert wird; Trauerfälle werden in beiden Gemeinden jeweils von der diensthabenden Pfarrperson betreut. Für die Zukunft wird diese Zusammenarbeit noch wichtiger werden.
Unsere Kirchgemeinde ist Teil der Evangelisch-reformierten Landeskirche beider Appenzell. Diese wiederum ist Mitglied bei der Evangelisch-reformierten Kirche Schweiz (EKS). Die einzelnen Kirchgemeinden haben innerhalb der reformierten Landeskirche eine grosse Autonomie. Die Evangelisch-reformierte Landeskirche wird geleitet vom fünfköpfigen Kirchenrat (Exekutive) und von der Synode (Kirchenparlament). Die Evang. Kirchgemeinde Heiden entsendet in die Synode drei Mitglieder.
Kirche
Unsere Kirche steht majestätisch auf dem höchsten Punkt des Dorfes, weitherum sichtbar als Wahrzeichen von Heiden. Der Innenraum wurde 1936 (siehe Geschichte) schlicht und zweckmässig gestaltet. Auf dem Turm, der übrigens für die Öffentlichkeit zugänglich ist, geniesst der Besucher einen imposanten Rundblick über die Bodenseeregion sowie einen Teil des Appenzeller Vorderlandes.
„Schmücke dich, o liebe Seele“, Choralvorspiel für Orgel von J.S. Bach, BWV 654
Die Orgel als «Königin der Instrumente» schmückt Gotteshäuser seit Jahrhunderten. Beim Eingangsspiel empfängt sie uns mit festlichen Klängen, führt uns hinein in eine andere Welt, lässt uns innehalten und öffnet unsere Sinne. Beim meditativen Zwischenspiel gibt sie uns Raum, um das Wort sich setzen zu lassen und zu vertiefen, und mit Gott in uns zu ruhen. Das brausende Ausgangsspiel begleitet uns dankbar und gestärkt wieder zurück in den Alltag. Nicht zuletzt ist die Orgel unverzichtbarer Bestandteil des Gemeindegesangs, bei dem wir uns aktiv in die christliche Gemeinschaft einbringen und uns in ganz besonderem Masse als Teil dieser Gemeinschaft erfahren.
Die Orgel ist geradezu ein magisches Instrument. Sie jauchzt und jubelt mit uns in Momenten des Glücks, und sie klagt und spendet gleichzeitig Trost und Zuversicht in Zeiten der Trauer, der Not und des Zweifels. Sie ist uns wahrhaft eine treue Begleiterin in allen Lebenslagen. Nicht zuletzt stellt sie mit ihrem äusseren Erscheinungsbild, dem Orgelprospekt, auch ein optisches Schmuckstück im Innenraum der Kirche dar. Dies gilt ganz ausgeprägt für unsere Kirche, wo sich der zu einem Kelch ausgebildete Orgelprospekt kunstvoll mit dem darüber liegenden Abendmahlsfenster zu einem Rund vereinigt und ein wunderschönes, in sich ruhendes Ganzes bildet.
Die erste Orgel in unserer Kirche mit 28 Registern, gebaut von Orgelbauer Kiene aus Langenargen/D, stammte aus dem Jahre 1844. Sie fiel dem verheerenden Kirchenbrand im Jahre 1936 zum Opfer. Zusammen mit dem Wiederaufbau in den Jahren 1936-1938 erhielt die Kirche eine neue, 38-registrige Orgel der Firma Kuhn in Männedorf, die erstmals in den Jahren 1969/1970 durch die Firma Ziegler-Heberlein, Uetikon, grundlegend revidiert und mit neuen Windladen, teils neuen Pfeifen und drei zusätzlichen Registern ausgestattet wurde.
Im Jahre 2016 erfuhr die Orgel eine weitere umfangreiche Revision durch die Firma Goll, Luzern. Als Resultat entstand ein wahres Meisterwerk mit nochmals erweiterten klanglichen Möglichkeiten, ohne dass die ursprüngliche Charakteristik des Instruments allzu stark verändert wurde. So erhielt die neue Orgel insgesamt 3‘336, teils neue, teils umintonierte Pfeifen und zusätzliche, insgesamt 52, klingende Register sowie einen fahrbaren, elektrischen Spieltisch mit vier Manualen und elektronischen Presets für 9‘600 Klangkombinationen. Sie ermöglicht die Interpretation von Werken verschiedenster Stilepochen vom Barock über Klassik und Romantik bis hin zur Neuzeit. Das Instrument wird denn auch von namhaften Organisten sehr geschätzt. Dies führte dazu, dass sich ein „Orgelzyklus“ etabliert hat, in dessen Verlauf mehrmals jährlich Konzerte für Orgel solo oder zusammen mit weiteren Instrumentalisten/innen oder Vokalisten/innen zur Aufführung gelangen, die sich grosser Beliebtheit erfreuen.
Zur Vertiefung sei die Broschüre „Die Orgel“, Herausgeberin Kirchgemeinde Heiden, 2016, empfohlen.
„Soli Deo gloria – Gott allein die Ehre“
Erste Kirche 1652 – 1838
Wie damals üblich im Appenzellerland, wurde die erste Heidler Kirche im Jahr 1652 als einfacher Rechteckbau mit gedrungenem Turm und gotischem Spitzhelm gebaut.
Die Kirche fiel dem Dorfbrand vom 7. September 1838 zum Opfer, zusammen mit dem Grossteil der Häuser im Dorf. Zu dieser Zeit war allerdings bereits der Abbruch des in die Jahre gekommenen Kirchengebäudes und die Errichtung eines neuen Gotteshauses geplant. So schrieb das Heidler Monatsblatt 1836: «Wer unsere düstere, überall baufällige Kirche mit ihrem ganz verwitterten Dache auch nur mit einem flüchtigen Blick ansieht, der überzeugt sich bald von der dringenden Notwendigkeit eines neuen Kirchenbaus.» Im gleichen Jahr 1836 wurde der Abbruch der alten und der Bau einer neuen Kirche beschlossen.
Zweite Kirche 1840 – 1936
Die Arbeiten am Neubau begannen am 8. Mai 1838, wenige Monate vor dem Dorfbrand. Im September war der neue Turm bereits zum grössten Teil fertiggestellt. Nach dem durch die Brandkatastrophe bedingten Unterbruch wurden die Bauarbeiten im Mai 1839 fortgeführt und am 20. Dezember 1840 konnte die neue Kirche eingeweiht werden.
Dieser zweite Kirchenbau ist das Werk des damals bedeutendsten Ostschweizer Architekten Felix Wilhelm Kubly (1802-1872). Er konzipierte die Kirche als Querbau, in dem das liturgische Zentrum mit Kanzel, Orgel, Taufstein und Abendmahlstisch auf der Breitseite des Innenraums platziert ist. Die Kirchenbänke wurden U-förmig um das Zentrum angeordnet. Das Vorbild für den Bautyp der Querkirche findet sich in den Gotteshäusern der Hugenotten in Frankreich.
Die neue Heidler Kirche stiess weitherum auf Zustimmung und Lob. Im Schweizerischen Kunstführer wird sie als ein «Höhepunkt des Klassizismus» bezeichnet und das Appenzellische Monatsblatt schrieb nach ihrer Fertigstellung, dass sie «in der kirchlichen Architektur der östlichen Schweiz Epoche machen und jedenfalls zu den allerschönsten Landkirchen der Schweiz» gehört. Besonderes Gefallen fand damals und findet auch heute noch der Turm mit seiner italienisch anmutenden Eleganz.
Dritte Kirche seit 1838
Das Schicksal der ersten Heidler Kirche ereilte auch die Kubly-Kirche: Anlässlich einer verspäteten Bundesfeier am 14. August 1936 landete ein Feuerwerkskörper im Dachgebälk und setzte das Gebäude in Vollbrand. Der gesamte Innenraum fiel den Flammen zum Opfer, nur die Aussenmauern und der Turm blieben stehen. Der Architekt Ernst Hänny wurde schon bald nach der Brandkatastrophe mit dem Wiederaufbau der Kirche beauftragt und bereits am 23. Januar 1938 war der Bau abgeschlossen. Äusserlich blieb das klassizistische Erscheinungsbild, das sich optimal in das Biedermeierdorf Heiden einfügt, weitgehend erhalten. Nur das ursprüngliche Satteldach des Kubly-Baus wurde durch ein Walmdach ersetzt. Das Innere hingegen erfuhr eine radikale Umgestaltung: Der Kirchenraum wurde neu ausgerichtet mit dem liturgischen Zentrum an der östlichen Breitseite und der Platzierung der Empore und der Kirchenbänke in der Längsrichtung. Diese Anlage entspricht der traditionellen Ausrichtung christlicher Kirchen mit dem Blick nach Osten ins Licht des aufgehenden Tages. Eine Besonderheit stellt die Integration des grossen Lünettenfensters in den Orgelprospekt dar. In Form eines Kelchs verbindet er sich mit dem von Ulrich Hänny, dem Sohn des Architekten, im Jahr 1937 geschaffenen Abendmahlsbild. Zusammen bilden diese beiden Elemente einen Kreis. Stilistisch strahlt der Innenraum die für die 1930-er Jahre typische Sachlichkeit aus.
Innenrenovation 2010/2011
Unter der Leitung von Architekt Paul Knill erfuhr der Innenraum in den Jahren 2010/2011 eine Auffrischung und teilweise Neugestaltung. Die grössten Veränderungen zeigen sich an der Ostwand, dem liturgischen Zentrum. Der wuchtige steinerne Abendmahlstisch, der auch als Taufstein diente, ist durch einen filigranen Holztisch ersetzt worden und der in metallenen Lettern ausgeführte Bibelvers «Gott ist unsere Zuversicht und Stärke» (Psalm 46,2) durch den in schlichter Ornamentik gestalteten Vers «Im Anfang war das Wort und das Wort war bei Gott und Gott war das Wort» (Johannes 1,1).
Weiterführende Literatur:
«Die reformierte Kirche in Heiden», Schweizerischer Kunstführer
«Die Orgel», Reformierte Kirche Heiden
Die beiden Broschüren liegen in der Kirche auf und können zum Preis von je CHF 10.00 erworben werden.
Chügelibahn im Kirchturm
Die evangelische Kirchgemeinde hat zusammen mit vielen Schulklassen aus Heiden eine grosse Chügelibahn gebaut. Sie kann zu den üblichen Turmöffnungszeiten in der Sommersaison bespielt werden.
HERZLICH WILLKOMMEN
Raumangebot
Sie suchen Räumlichkeiten für Tagungen, Sitzungen, Kurse, Feiern? Im Kirchgemeindehaus haben Sie dazu unterschiedliche Möglichkeiten. Die Räume im Obergeschoss sind nur über eine Treppe erreichbar.
Benutzungsreglement mit Tarifliste
Sekretariat Monica Givotti
Kirchplatz 3, 9410 Heiden
+41 71 898 03 73
Bürozeiten: MO, MI, FR 8.30 – 11.30, DO 13.30 – 16.30 Uhr